Travel reports

ein langersehnter Wunsch....

From Manuela | On 12/16/2019 | NO

...ist in Erfüllung gegangen. 4 Wochen Urlaub, 8000km Strasse, 23 Campingplätze, unzählige Tunnels, faszinierende Landschaften und unbezahlbare Aussichtspunkte. Dies alles durfte ich auf meiner Reise nach Norwegen und Schweden erleben. Mitte Juni startete ich früh morgens mit meinen zwei Hunden Richtung Norwegen . Nach einem kurzen Besuch bei meiner Schwester in Deutschland, betrat ich das erste Mal Dänemark. Leider reichte die Zeit nur um einen kleinen Einblick zu erhaschen. Dann wartete bereits die Nachtfähre von Frederikshavn nach Oslo auf uns. Überfahrt mit Stena Line. Hier muss man für die Überfahrt mit Hund eine Haustierkabine buchen. Die Mitarbeiter alle sehr freundlich und hilfsbereit. Meine erste Fährüberfahrt mit Auto habe ich bestens geschafft. In Norwegen traf ich meinen Bruder, welcher mich 2 Wochen begleitete. Gemeinsam führen wir in grossen Etappen bis Narvik. Danach liessen wir uns Zeit um die Insel Senja zu befahren. Diese Insel ist absolut Besuchens wert. Nebst wunderschönen Aussichten konnten wir auch einige architektonische Sehenswürdigkeiten entdecken. Oder wer sass schon in einem goldenen WC Häuschen... Wir fuhren mit dem Auto so oft als möglich der Küste nach und auch wenn sich das Wetter leider von der rauhen Seite zeigte, genossen wir viel unberührte Natur und wenig Touristen. Mit der Fähre von Gryllefjord nach Andenes erreichten wir Andoya. Während die Schweiz unter Hitzerekordverdächtigen Temperaturen stöhnte, froren wir bei teilweisen 5 Grad. Standheizung sei Dank, wir konnten uns immer schnell aufwärmen. Ohne wäre es nicht gegangen. Allgemein sind die Fährüberfahrten unkompliziert und ich genoss es auf dem Deck zu stehen um nichts von der Landschaft zu verpassen. Die Hunde mussten immer im Auto bleiben. Die Reise führte über die Lofoten und waren touristisch viel belebter. Hübsche Dörfer, feinen Fisch auf dem Grill, Strände und Tunnels ohne Ende. Baustellen aller Art und 1 Elch am Strassenrand. Das Navi führte uns auf abenteuerliche Strassen auf denen keine Touristen fuhren und deren Belag nur langsam zu befahren war. Die Campingplätze waren sehr unterschiedlich. Modern, in die Jahre gekommen, jedoch immer mit wunderschönen Ausblicken verbunden. Die Weite des Meeres und die schnell wechselnden Wolkenspiele waren ein Genuss. Nach zwei Wochen verabschiedete sich mein Bruder. Da sich das Wetter nicht besserte beschloss ich, den Heimweg über Schweden zu planen. Kilometerlange Strassen durch Wälder und vorbei an Seen. 3 weitere Elche und unzählige Blumen am Strassenrand . Nun verblieb ich auch mal zwei Tage an einem Ort. Stetig in Richtung Süden fahrend erreichte ich Ölland. Ein krönender Abschluss meiner zu ende gehender Reise. Hier werde ich sicherlich zurückfinden um die Insel näher kennenzulernen. Gefühlsmässig war für mich die Reise nun beendet, auch wenn der Rückweg noch lang war. Ich fuhr von Schweden über die Oeresundbrücke nach Dänemark. Ich hatte einmal eine Dokumentation über deren Bau gesehen und diese Bilder begleiteten mich auf der Fahrt. Sehr eindrücklich und jeden Franken wert. Von Dänemark(Rodby) mit der Fähre nach Deutschland (Puttgarden). In weiteren 2 Etappen näherte ich mich wieder dem belebten Alltag zu. In Winterthur streifte mich kurz der Koller darüber, wie schnell ein Monat vorbei sein kann. Ich empfand alles eng und bebaut und in meinem Kopf tauchten die Bilder meiner letzten Übernachtungsplätze auf, mit dem Vorsatz wieder in den Norden zu fahren. Vor 1.5 Jahren habe ich mir meinen Camper gekauft um diese Reise zu unternehmen. Mittlerweile habe ich kürzere und diese grössere Reise unternommen. Mein California hat mich zuverlässig begleitet. Ich habe keinen Moment davon bereut. Bequemes fahren, nicht zu gross um auch schmalere Wegabschnitte zu bewältigen und er ist zu meinem kleinen Zuhause geworden. Ich freue mich auf unsere nächste Tour.